Studie: "Edelmetalle für den langfristigen Vermögensaufbau"
Eine finanzwissenschaftliche Analyse
Januar 2026
Prof. Thorsten Hens und Alvin Amstein (MA, Akademischer Mitarbeiter) vom UZH Department of Finance haben eine finanzwissenschaftliche Analyse zum Thema "Edelmetalle für den langfristigen Vermögensaufbau» verfasst.
Zusammenfassung der Studie
Edelmetalle sind Metalle mit besonders hoher Beständigkeit. Sie zeichnen sich durch eine sehr geringe Neigung zu Korrosion und Oxidation aus – sie rosten also kaum und zersetzen sich nur unter extremen Bedingungen. Diese besondere Stabilität machte Edelmetalle seit jeher zu Symbolen für Wert, Vertrauen und Dauerhaftigkeit. Zu den bedeutendsten Vertretern zählen Gold, Silber und Platin.
- Gold hat eine mehrere tausend Jahre lange Tradition als Wertaufbewahrungsmittel und für viele Jahrzehnte war das Finanzsystem der westlichen Ökonomien in Gold verankert. Auch heute halten Zentralbanken noch viel Gold, um sich vor Krisen zu schützen.
- Ähnlich wie Gold, spielte Silber über Jahrhunderte eine zentrale Rolle im Geldsystem. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich seine Bedeutung jedoch zunehmend in Richtung eines strategisch wichtigen Industriemetalls verschoben, insbesondere für die ökologische Transformation, etwa in Solarzellen, Elektronik und anderen Zukunftstechnologien.
- Platin hingegen besitzt heute fast ausschliesslich industrielle Relevanz. Sein Wert ergibt sich vor allem aus Anwendungen wie Abgaskatalysatoren, Brennstoffzellen und weiteren Hightech‑Prozessen, weniger aus monetären oder schmuckbezogenen Funktionen.
Diese Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Edelmetalle, insbesondere Gold, eine wichtige Rolle im langfristen Vermögensaufbau spielen.
Sie sind ist im Vergleich zu Aktien nicht so sehr der Renditetreiber des Portfolios, aber sollten teilweise in Krisenzeiten verkauft werden, um die Aktienquote im optimalen Portfolio wieder herzustellen, sodass das Vermögen besser langfristig vermehrt werden kann.
Innerhalb der Edelmetalle hat Gold die weitaus grösste Bedeutung. Platin ist in keinem der Portfolios enthalten. Silber kommt nur dann hinzu, wenn das Portfolio von 1972 bis heute regelmässig rebalanciert wird. In diesem Fall besteht die Edelmetallquote zu einem Drittel aus Silber und zu zwei Dritteln aus Gold.
Wir bedanken uns...
... bei der Bank von Roll für die Geduld und die finanzielle Unterstützung dieser Studie. Zudem haben uns Anran Zhu (Bachelorarbeit) und Schlussfolgerungen der Value Intelligence Conference (Oktober 2024) wertvollen Input geliefert.
Mehr Information:
Studie: "Edelmetalle für den langfristigen Vermögensaufbau" (PDF, 1 MB)
Fotoquelle: Bank von Roll